Interview mit Herrn Joos


Fabienne Deuschel (Schülerzeitung)

Wann sind sie geboren?

Am 23. Juni 1954 bin ich in Eisenberg/Pfalz geboren. Dort bin ich die ersten vier Jahre zur Schule gegangen.

Wann haben Sie angefangen zu arbeiten?

Mit noch nicht ganz 14 Jahren habe ich angefangen zu arbeiten. Natürlich nur in Ferienjobs, aber ich war von da an fast in allen Ferien wenigstens eine oder zwei Wochen arbeiten. Mit 19 Jahren habe ich dann wieder angefangen zu arbeiten ? etwas Neues: Ich habe als Zivildienstleistender beim SOS-Kinderdorf in einer Jugendwohngemeinschaft gearbeitet, weil ich nicht zur Armee wollte. Stattdessen war ich 16 Monate in Kaiserslautern bei Jugendlichen, die ohne ihre Eltern aufgewachsen sind. 

Mit 27 Jahren war ich dann am Ziel: Ich habe als Förderschullehrer an der Schule an der Blies im Schuljahr 1981/1982 angefangen.

Wie haben Sie es geschafft Schulleiter zu werden?

Schulleiter kann man werden, wenn man eine längere Zeit als Lehrer gearbeitet hat, wenn man dann am besten ein paar Jahre Konrektor war, wenn man sich anschließend auf eine Rektorenstelle bewirbt und wenn man am Schluss auch noch die ziemlich schwere Eignungsprüfung bestehht... Man sieht, das ist ein langer Weg.

Was wollen Sie dann in Ihrer Freizeit machen?

Ich habe viele Hobbys - die werde ich jetzt ausführlich betreiben und zwar in meinem Rhythmus, immer das, was mir Spaß macht. Da freue ich mich riesig drauf: ich drechsle in meiner Werkstatt, lese gerne ein schönes Buch, wandere gerne, fahre gerne mit dem Fahrrad ein paar Tage auf Tour, fahre gerne Ski, singe gerne, spiele Gitarre, lerne auf Reisen gerne die Welt kennen, schwimme wahnsinnig gerne im Meer, bin gerne im Garten oder baue und repariere etwas am und im Haus.

Ich habe viele Freunde und liebe Verwandte, für die ich mir jetzt richtig Zeit nehmen kann - großartig!

Aber genauso freue ich mich natürlich darauf, dass ich jetzt mit meiner Familie, meiner Frau, meinen beiden Töchter mit ihren Männern und meinen Enkelmädchen viel mehr Zeit verbringen kann. Die ersten gemeinsamen Pläne sind bereits geschmiedet - ich freue mich drauf!

Was hat Sie dazu inspiriert Schulleiter zu werden?

Am besten gefällt mir schon immer, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten ? für sie zu arbeiten, damit es ihnen in der Schule gut geht, damit ihnen ihre Schule gefällt, damit sie ihren Weg finden, vorwärtskommen und möglichst zufrieden die Schule am Ende verlassen können.

Genauso gefällt es mir in einer Mannschaft zu arbeiten. Ein Lehrerkollegium ist eine große Mannschaft. Ein Schulleiter kann zusammen mit seinem Stellvertreter einiges dazu beitragen, damit es gut läuft in der Mannschaft. Wenn das gelingt, dann macht es richtig Spaß.

Deshalb bin ich am Ende auch Schulleiter geworden. So kann man eben am meisten für ein gutes Leben und Lernen in einer Schule machen.

Sind Sie und Herr Wilbert Freunde?

Ja, Herr Wilbert und ich sind Freunde. Wir sind gleich alt, wir lieben Fußball, wir lachen gerne, es macht uns Spaß uns gegenseitig zu helfen und wir hatten beide das Ziel, die Schule an der Blies immer "auf Zack" zu halten.

Seit dem Schuljahr 1981/1982 arbeiten wir zusammen und jetzt freuen wir uns beide auf die neue Zeit, die vor uns liegt!

Wie lange arbeiten Sie hier schon als Schuldirektor?

15 ½ Jahre

Werden Sie uns vermissen, wenn Sie gehen?

Natürlich werde ich die Schülerinnen und Schüler vermissen. Sie sind schließlich der Grund, warum ich Lehrer geworden bin.

Ich werde aber auch die lieben Kolleginnen und Kollegen vermissen. Immer so viele Leute um einen herum zu haben war einfach wunderbar. Herrn Wilbert werde ich natürlich vermissen, genau wie Frau Fassott oder Herrn Schuchmann - prima Menschen und Freunde. Diese Trennungen sind leider wirklich etwas Schlechtes bei so einem Abschied.

Was waren Ihre schönsten Erinnerungen?

Es gibt so viele "schönste Erinnerungen". Sicherlich gehören Klassenarbeiten dazu, die besonders gut ausgefallen sind, Jubelgeschrei, wenn eine Schülerin oder ein Schüler vollkommen überraschend eine richtig gute Leistung abgeliefert hat. Es gab aber auch Klassenfahrtenfahrten oder Wandertage mit unvergesslichen Erlebnissen. Gerne erinnere ich mich an Projekte, die ich mit meinen Werkschüler*innen umgesetzt habe, wie zum Beispiel die "Trimmburg" hinter dem Kunstrasenplatz. Apropos: Der Bau des Kunstrasenplatzes bleibt mir natürlich auch in guter Erinnerung. Das ist etwas ganz besonderes, dass unsere Schule dieses teure Sportspielfeld bekommen hat!

 

 

 

Interview mit Herrn Wilbert


Fabienne Deuschel (Schülerzeitung)

Wann sind sie geboren?

Ich bin 1954 geboren.

Wann haben sie angefangen zu arbeiten?

Ich habe bereits als Schüler immer in den Ferien gearbeitet, um mein Taschengeld aufzubessern. Hier in der Schule an der Blies bin ich seit 1981. Damals übernahm ich die Klassenleitung der Klasse 2/3.

Wie haben sie es geschafft Konrektor zu werden?

Nachdem mein Vorgänger Herr Zehnbauer, versetzt wurde, sprach mich der damalige Schulleiter Helmut Endres an, ob ich mich nicht auf die Konrektorenstelle bewerben wolle. Ich habe mich im Jahr 2000 dann auf die freie Stelle des Konrektors der Schule an der Blies beworben, eine Prüfung gemacht und bin so ab 2001 Konrektor unserer Schule.

Wo haben sie ihren Abschluss gemacht?

Im Laufe meines Berufslebens habe ich mehrere Abschlüsse machen müssen. Zuerst habe ich 1974 mein Abitur, dann 1979 meine Prüfung an der Universität in Mainz und zuletzt 1981 in Lahnstein die Prüfung nach Beendigung des Referendariats gemacht. Die letzte Prüfung machte ich im Jahr 2000, als ich Konrektor werden wollte.

Was hat ihnen gut gefallen?

Mir hat besonders in meiner Dienstzeit gefallen:

  • ·         dass unsere Schule eine Ganztagsschule ist, in der sich die Kinder wohl fühlen
  • ·         dass ich mich mit Herrn Joos so gut verstehe
  • ·         dass wir mit Frau Fassott eine so tolle Sekretärin haben
  • ·         dass so viele nette Schülerinnen und Schüler die Schule an der Blies  besuchen
  • ·         dass das Kollegium prima ist
  • ·         dass wir ein so schönes Schulgelände haben

Was wollen sie dann in ihrer Freizeit machen?

Nach Beendigung meiner Dienstzeit habe ich einige Pläne. Besonders freue ich mich,

  • ·         dass ich mehr Zeit für meine Enkelin habe
  • ·         dass ich viele Arbeiten in Haus und Garten erledigen kann
  • ·         dass ich mehr Zeit zum Wandern habe
  • ·         dass Zeit habe Italienisch zu lernen
  • ·         dass ich zusammen mit meiner Frau außerhalb der Ferien Urlaub machen kann

Ich glaube, dass es mir nicht langweilig wird. Und ab und zu möchte ich die Schule an der Blies besuchen.

Sind sie und Herr Joos Freunde?

Herr Joos und ich sind sogar sehr gute Freunde.

Werden sie uns vermissen, wenn sie gehen?

Natürlich werde ich die Schülerinnen und Schüler vermissen. Wenn man, so wie ich, seit 1981 an dieser Schule hier arbeitet, ist man emotional sehr mit den Kindern, dem Kollegium und der ganzen Schule verbunden.

Was sind ihre schönsten Erinnerungen hier?

Ich habe viele schöne Erinnerungen: die sportlichen Erfolge, die Schulfeste- und feiern, die Schulausflüge, Ramsen, die Zusammenarbeit in der Verwaltung, dem Kollegium und den Kindern, das Schulleben in der Ganztagsschule und vieles mehr?