Klettern in Absprunghöhe

Pädagogisches Konzept für eine Boulderwand in der Schule an der Blies

Klettern macht Spaß - unabhängig vom Schwierigkeitsgrad, Alter und Können. Klettern ist für Kinder ein Grundbedürfnis, das in der heutigen Lebensumwelt der Kinder kaum noch möglich ist! Es gibt aber wenige Bewegungsformen, bei denen Kinder ihren Körper besser kennen lernen, Körperkraft erlangen und Geschicklichkeit schulen können.

Klettern bietet die Gelegenheit, selbstbestimmtes Handeln zu erlernen und persönliche, materielle und soziale Erfahrungen zu sammeln. Körperbeherrschung und Kreativität sind genauso gefragt wie Kommunikation und gegenseitiges Helfen. Klettern fasziniert dadurch, dass man sich freiwillig Wagnissituationen aussetzt, Freude und Angst erfährt und lernt, damit umzugehen. Zudem trägt Klettern zur Verbesserung der Kraft, Ausdauer und Koordination bei.

Eine schöne Alternative für das Klettern im Freien sind künstliche Kletterwände. Sie bieten größere Sicherheit, außerdem ist der zeitliche und materielle Aufwand geringer. Bei den künstlichen Kletterwänden unterscheidet man zwischen Topropewänden (Leitung/Aufsicht von qualifizierten Personen, Klettergurt, Sicherungsseil) und sogenannten Boulderwänden ("Klettern in Absprunghöhe", keine besondere Leitung/Aufsicht nötig, keine Klettergurte, keine Sicherungsseile).
Aus den genannten Vorteilen ergibt sich schon die Begründung für den Bau einer Boulderwand in unserer Schule, nämlich:
Bouldern erfordert keine speziellen motorischen und psychischen Voraussetzungen, keine besondere Ausrüstung bzw. Material und auch keine besondere Qualifikation des pädagogischen Personals.

Unsere Schüler haben die Möglichkeit in Pausen, im Sportunterricht, im Ganztagsbetrieb und immer wenn sie Lust verspüren an unserer Boulderwand, die oben genannten Bewegungserfahrungen zu machen und dafür sind die Schüler, die Lehrer und die Eltern dankbar.