Ergotherapie in den Räumen unserer Schule

 

Die Schule an der Blies ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Die insgesamt zirka 260 Schülerinnen und Schüler sind in 21 Klassen aufgeteilt. 240 Kinder (92 %) besuchen die Ganztagsschule und sind somit täglich bis 16.00 Uhr in der Schule. Durch die Fahrzeiten sind die Kinder somit zwischen 16.30 Uhr und 17.45 Uhr zu Hause.

Viele unserer Schülerinnen und Schüler haben neben dem besonderen schulischen Förderbedarf auch eine Reihe weiterer gravierender Defizite. Eine umfassende Förderung ist für die spätere Eingliederung ins Berufsleben und die Vorbereitung einer möglichst weitreichenden Teilhabe an unserer Gesellschaft somit unabdingbar.

Ein häufiges Element des umfassenden Förderbedarfs vieler Kinder unserer Schule stellt der ergotherapeutische Bereich dar. Viele Eltern wissen das, sehen sich aber oft nicht in der Lage dies umzusetzen. Oft fehlt es an der Möglichkeit, das Kind regelmäßig zur Therapie zu bringen/zu fahren. Fast alle Kinder sind nach der Ganztagsschule und einer Anwesenheit von 8 Zeitstunden im schulischen Umfeld schlicht nicht mehr in der Lage, eine effektive Ergotherapie mitzumachen. Viele Kinder verweigern belastungsbedingt weitere, für sie durchaus anstrengende Termine nach der Schule.

Ergotherapie, die in unserem Hause zum Beispiel in den frühen Nachmittagsstunden oder während der Entspannungsphasen des Vormittags absolviert werden kann, stellt dabei eine entscheidende Chance dar, dieses Problem zu beheben. Gerade durch die Ganztagsschule wird die schulische Förderung rhythmisiert durchgeführt und Entspannungsphasen können über den gesamten Lerntag verteilt werden.

Dieses Konzept wurde der Schulaufsicht bei der Aufsichts- und Dienstleitungsdirektion Neustadt unterbreitet. Die ADD-Schulaufsicht unterstützt das Konzept der Schule an der Blies ausdrücklich und stimmt der Umsetzung einer Kooperation mit einer Praxis für Ergotherapie, vorbehaltlich der Zustimmung des Schulträgers bezüglich der Verwendung der Räumlichkeiten, ausdrücklich zu. Der Schulträger, die Stadt Ludwigshafen, hat das Konzept ebenfalls positiv bewertet und genehmigte die Verwendung der beiden Räume.

Die zur Verwendung kommenden Räume werden nur dann benutzt, wenn sie für Unterrichtszwecke nicht gebraucht werden. Der Hauptraum ist ein für Ergotherapie gut geeigneter Raum mit bereits vorhandenem Bällchenbad, Hängematte und einer stabilen Vorrichtung zur Aufhängung weiterer in der Ergotherapie verwendeter Geräte ausgestattet. Er ist 3,70 m breit und 5,20 m lang. Die Raumhöhe beträgt 3,30 m. Er hat große Fenster und verfügt über zwei bauliche Rettungswege. Der zweite Raum ist 7,70 m lang und 5,20 m breit. Auch hier ist die Raumhöhe 3,3 m. Baugleich verfügt der Raum über große Fenster und zwei bauliche Rettungswege. Die Bilder können die Räumlichkeiten veranschaulichen.

Durch die Zusammenarbeit mit einer Praxis für Ergotherapie können unsere Ganztagskinder in den Genuss notwendiger medizinischer Zusatzversorgungen kommen, die ihnen sonst der Schulalltag unmöglich machen würde. Auch die in unserer Schule häufig beschulten Kinder aus sozial schwachen Familien könnten, durch die enge Mitbetreuung durch das Pädagogische Personal, ergotherapeutisch behandelt werden, was in der Regel in diesen Familien kaum umgesetzt wird.

Wir sehen in diesem Konzept entscheidende Vorteile für unsere Kinder. Die umfassende Genehmigung, die Möglichkeit, die Therapieeinheiten ohne Störung des Pflichtunterrichtes der Kinder umsetzen zu können und die sehr gute Eignung der beiden vorgesehenen Räume sichern unseres Erachtens die hohe Qualität unseres Konzepts.